Ziele und Forderungen

Dieser Themenkatalog ist eine komprimierte Form laufender Diskussionen von Betroffenen, die sich immer mehr zu Arbeitsgruppen zusammenschlie├čen und vernetzen.
Stand 14.08.2018

1. Wenn Fremdunterbringung und Kindesabnahme notwendig, dann mit kontinuierlicher und verbindlicher Elternarbeit. Pflegeeltern m├╝ssen eng mit den leiblichen Eltern zusammenarbeiten.

2. Kinder d├╝rfen maximal 30 km entfernt fremduntergebracht werden, niemals im Ausland. Geschwister d├╝rfen dabei nicht getrennt werden.

3. Kosten f├╝r Gutachter, Verfahrenshilfeanw├Ąlte oder Besuchsbegleitung d├╝rfen nicht den Eltern auferlegt werden. Keinen R├╝ckforderungsanspruch der Ma├čnahmenkosten bei Fremdunterbringung. Keine Unterhaltspflicht bei Kindesabnahmen.

4. Abschaffung der Amtsobsorge. Es muss immer eine nat├╝rliche Person sein, die erreichbarer verantwortlicher Ansprechpartner der Kinder und Eltern ist.

5. Sicherung der Akteneinsicht und des Rechtes auf Kopien, auch voller unbeschr├Ąnkter Einblick in die Falldokumentation.

6. langfristig Aufsplittung der Jugendamtsaufgaben:
Konzentration der KJH auf Hilfe und Unterst├╝tzung der Familien und Kinder.
Ausgliederung der Abnahmen Gefahr in Verzug in eigene Einheiten bei der Polizei.
Ausgliederung der Unterhaltsangelegenheiten an die Finanz├Ąmter (sind informiert ├╝ber Einkommen und Familienbeihilfe)

7. Schaffung einer Elternorganisation mit folgenden Aufgaben:
Aufnahme von Meldungen und Beschwerden
Kontrolle von Einrichtungen und Pflegeeltern
Evaluierung von Ma├čnahmen und Fallbiografien (quantitativ und qualitativ, best und worst practise)
Weiterbildung f├╝r Sozialarbeiter, Richter etc.
Beratungsstelle f├╝r Krisenintervention (akute Abnahmen, Wegweisungen, Polizeieins├Ątze)
├ľffentlichkeitsarbeit ÔÇô Plattform f├╝r Fallbeispiele

8. Grundrecht auf Mindest-Kontakt der Eltern zu Kindern von 8 Std./Woche. Bei tats├Ąchlicher Gef├Ąhrdung eben mit Begleitung. Neue Ausbildung der Begleiter als Anleiter und nicht als Kontrolle. Kontaktrecht darf niemals ausgesetzt werden (Entfremdungsverbot)

9. Elternschaft f├╝r Lesben und Schwule ist immer mit dem Verlust eines nat├╝rlichen Elternteils verbunden!

10. Informations- und ├äu├čerungsrecht nicht beschr├Ąnkbar: leibliche Eltern m├╝ssen immer auch ohne Obsorge mit ├ärzten, Lehrern oder Beh├Ârden sprechen d├╝rfen, Informationen erlange und ├äu├čerungen einbringen d├╝rfen.

11. Familienintensivbetreuung (Erziehungshilfen) soll kein Vertragspartner des Jugendamtes sein (ÔÇ×SpioneÔÇť ohne Vertrauen), sondern Vertragspartner der Eltern, subventioniert vom Sozialamt (angelehnt an Behindertenassistenz) mit Verschwiegenheitspflicht. Berichte an die KJH nur mit Unterschrift der Eltern. Keine Abnahmen wegen ÔÇ×mangelnder Kooperation mit dem JugendamtÔÇť.

12. Suizidpr├Ąvention ÔÇô Evaluierung der sozialen Situation und Ursachen von Suizidopfern durch die erhebende Polizei. (ca. 40 % der Suizide sind Folgen von Familientrennungen)

13. Grundrecht auf Rechts- und Sozialberatung, in Institutionen im Vertrag mit der Elternorganisation.

14. Reform der Gutachterstandards, neue l├Âsungsorientierte Methodik bei familienpsychologischen Gutachten. Abschaffung der Richterbeauftragung, freie Gutachterwahl.
(Arbeitsgruppe der Elternorganisation)

15. Keine Kindesabnahme wegen Armut/wirtschaftliche Gr├╝nden! Finanzielle Hilfen sind immer als geringerwertige Ma├čnahmen bevorzugt zu gew├Ąhren!

16. Brief- und Telefongeheimnis gilt auch f├╝r Kinder (UN – Kinderrechtskonvention) keine ├╝berwachten Telefonate und ge├Âffneten Briefe.

17. Garantiertes Unterhalts-Existenzminimum bei Ausgleichszulagenrichtsatz (ca. 900 ÔéČ)

18. Kinderbeistand obligatorisch, Ber├╝cksichtigung des Kindeswillens verbindlich bei Fremdunterbringung

19. Keine Abnahmen im Krei├čsaal, Grundrecht auf Stillen

20. Grundrecht auf R├╝ckf├╝hrung, R├╝ckf├╝hrungskonzept und Vereinbarungen

21. Einf├╝hrung des Cochemer Modells als Leitlinie (Nach Richter Dr. J├╝rgen Rudolph)

22. Recht, den Betreuer der KJH abzulehnen, wenn keine Vertrauensbasis besteht, und einen anderen zu verlangen.